Ursachen 2017-04-27T14:21:05+00:00

Feuchtigkeit als Hauptursache für Algenbewuchs

Häuser sind heute immer besser wärmegedämmt. Schön und gut, wenn die Wärme drinnen bleibt und Heizkosten gespart werden. Doch die Außenhaut ist somit wärmetechnisch vom Mauerwerk abgekoppelt und kann selbst kaum noch Wärme speichern. Durch die Abkühlung in der Nacht bildet sich an der Fassade vermehrt Tauwasser, sobald die Taupunkttemperatur unterschritten wird. Die Fassade kann nicht schnell genug trocknen und es entsteht ein feuchtes Klima – der ideale Nährboden für Algen- und Pilzbefall und Basis für die Entwicklung von Flechten und Moosen.

Risikofaktoren im Überblick

Eine Reihe von Risikofaktoren bewirkt, dass Feuchtigkeit auf der Fassade entsteht und dort verbleiben kann:

  • Die Architektur des Hauses, Winkel und Vorsprünge können Nässe begünstigen
  • Fehlende oder kurze Dachüberstände und schmale Fensterbänke lassen Regenwasser an die Fassade gelangen
  • Putzuntergründe mit Imprägnierungen oder Lotuseffekt verhindern, dass Feuchtigkeit aufgesaugt und verteilt wird, somit bleibt die Nässe länger auf der Außenhaut
  • Die Wetterseite, die kaum von der Sonne beschienen wird, ist besonders häufig betroffen, ebenso Innenhöfe
  • Nahe an der Hausfassade stehende Mülleimer und Blumentöpfe können Spritzwasser verursachen
  • Falsches Lüften – vor allem Dauerkipplüftung in den kalten Monaten – lässt permanent wärmere Luft nach außen entweichen: An den über dem Fenster liegenden Außenflächen entsteht ein feuchtwarmes Klima mit Algen- und Schimmelpilzbefall
  • In ländlichen Gebieten sind Fassaden häufiger und stärker betroffen als in der Stadt, ebenso Gegenden mit feuchterem Klima und mehr Niederschlägen
  • Nahegelegene Grünflächen, Wälder, Flüsse, Seen und Teiche begünstigen einen Algenbewuchs, der aber auch schon durch einen einzelnen Baum hervorgerufen werden kann.